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Karnevals-Lexikon A - Z |
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| Alaaf Der Karnevals-Schlachtruf. Drei Mal hintereinander oder in der Kombination "Kölle Alaaf!" gerufen. Hat einen historischen Hintergrund und heißt übersetzt soviel wie "Köln über alles" oder "Alles lobe Köln". Auch Bonner und Aachener Jecken rufen Alaaf! Alaaf darf - um Himmels Willen - nicht mit "Helau" (siehe H) verwechselt werden! Aschermittwoch Ein trauriger Tag für Jecken. Karneval ist vorbei, die Fastenzeit beginnt. Katholische Kölner holen sich im Dom das Aschekreuz. Abends trifft man sich zum traditionellen Fischessen. Adjutanten So heißen die drei Begleiter des Dreigestirns. Sie kümmern sich um die Garderobe, helfen den Tollitäten beim an- und auskleiden, helfen und unterstützten sie. Der Adjutant des Prinzen kommt aus der Prinzengarde, die von Bauer und Jungfrau aus der Ehrengarde. Ähzebär Das ist die älteste bekannte Karnevalsmaske stellt den Winter dar. Das "Fell" wird ursprünglich aus Erbsenstroh gewickelt. |
| B |
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| Bauer - im Dreigestirn "Seine Deftigkeit" stellt Köln als Mitglied der Reichsbauernschaft dar. Auf seinem Hut trägt er - zumindest laut Tradition - 125 Pfauenfedern, die die Unsterblichkeit der freien Stadt Köln symbolisieren. Sein Insignum ist der Stadtschlüssel. Zu seinem Ornat gehört der Dreschflegel, den er nach Ende der Session behalten darf. Bütt Das ist eine Art Stehpult für Redner. Es erinnert in der Form an eine Waschtonne, auf Kölsch Waschbütt, weil dort die schmutzige Wäsche auf der Bühne gewaschen werden sollte. Heute stehen die meisten Redner lieber frei, die Bütt gehört trotzdem auf jede Sitzungsbühne. |
| C |
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| Clown Der Clown ist eines der beliebtesten Kostüme im Karneval. In Köln gibt es traditionell den Lappeclown. Colombina Colonia Das ist die erste und bisher einzige Frauen-Karnevalsgesellschaft. Offizieller Name: 1. Kölner Damen K.G. Colombina Colonia "De kölsche Düvjer". |
| D |
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| Dreigestirn Es besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie herrschen eine Session lang über Stadt und Narrenschar. Am 11.11. wird das Dreigestirn das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert, Anfang Januar bei der Prinzenproklamation inthronisiert. Dann sind die Tollitäten bis Karnevalsdienstag 24 Uhr an der Macht. Ihre Aufgabe: den Kölner Karneval und die Stadt würdig zu repräsentieren. Köln ist die einzige Stadt mit einem Dreigestirn, überall sonst gibt es nur Prinzenpaare. Ab der Prinzenproklamation der folgenden Session weist ein spezieller Orden und die rote, bestickte Narrenmütze das Dreigestirn als Mitglied der Traditionsgemeinschaft ehemaliger Prinzen, Bauern und Jungfrauen aus. Designiertes Dreigestirn So heißt das aktuelle Dreigestirn, solange es noch nicht in der Prinzenproklamation offiziell inthronisiert wurde - und somit auch noch nicht Ornat und Insignien hat. Dienstagszug - oder Veedelszug Am Karenvalsdienstag gehen die Veedelsvereine durch ihre Stadtteile. Für sie der zweite Zoch - schon am Sonntag laufen sie beim Schull - und Veedelszoch mit. |
| E |
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| Elf Die wichtigste Zahl im Karneval. Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt der Fasteleer, im Elferrat sitzen elf Leute und so weiter. Die Elf symbolisiert die Einheit im Karneval. Zum Zeichen der Gleichheit aller Narren stellt sie eine Eins neben eine Eins. Auch einen politisch-geschichtlichen Ursprung hat sie im ehemals von den Franzosen besetzten Köln: Die Elf steht für das französische "egalité, liberté, fraternité" (Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit). Elferrat Der Präsident und zehn weitere Herren (Ausnahme: die Stunksitzung) sitzen auf jeder Sitzungsbühne im Ratsgestühl, bilden einen würdigen Hintergrund für das närrische Treiben. Die Mitglieder gehören meist dem Vorstand an, man erkennt sie an der Feder an der Mütze. Ehrenpräsident Das ist meist Vorgänger des amtierenden Präsidenten, der besonders viel während seiner Amtszeit getan hat und dafür geehrt wird. Sein Wort hat immer noch Gewicht. Equipechef Das ist Chef der Equipe, die aus den Soldaten der Prinzengarde besteht. Sie begleitet das Dreigestirn auf jede Sitzungsbühne. Der Equipechef teilt die Equipe ein und sorgt dafür, dass jeder zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist. |
| F |
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| Fasteleer oder Fastelovend Karneval auf Kölsch. Das Wort kommt von "Vastavend" (Fastabend). Damit war ursprünglich die Nacht vor dem Beginn der Fastenzeit gemeint, die am Aschermittwoch beginnt. Die Jecken haben diese Nacht etwas ausgedehnt... Festkomitee Das ist quasi die Dachorganisation des organisierten Karnevals. Es organisiert die Karnevalsveranstaltungen und entscheidet über das Dreigestirn. An seiner Spitze steht der Präsident. Mit der Reform von 1823 - und der Entstehung des Festkomitees - wurde der Karneval in organisierte Bahnen gelenkt. Funkenbiwak Traditionelles Zeltlager der Roten Funken auf dem Neumarkt am Karnevalssamstag seit 1973. Mit Bühnenprogramm, den Musikzügen der Traditionsgesellschaften und dem Dreigestirn. Ab 11 Uhr trifft man sich im Kostüm oder in Zivil zu Kölsch und Erbsensuppe. Fischessen Am Aschermittwoch trifft man sich abends zum Fischessen. Die Gesellschaften veranstalten das im größeren Rahmen (deshalb inzwischen auch oft aufs Wochenende verschoben), viele kölsche Kneipen bieten an diesem Tag auch Fischessen für nichtorganisierte Jecken an. |
| G |
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| Geisterzug Eine der ältesten Traditionen, die nach dem zweiten Weltkrieg zunächst starb und erst zum Golfkrieg wieder belebt wurde. Jedes Jahr am Karnevalssamstag in einem anderen Stadtteil folgen Geister, Trommler und Sambagruppen dem "Ähzebär". Inzwischen ist der Jeisterzoch der zweitgrößte Zug in Köln. Obwohl er der preiswerteste ist, ist er wegen Geldnot immer kurz vor dem Aus steht. (Spendenkonto Ähzebär un Ko e.V., Kto. 115 727 40 bei Stadtsparkasse Köln, BLZ 370 501 98). Gesellschaften Zusammenschluss hauptsächlich von Männern (Ausnahme: Colombina Colonia), die organisierten Karneval betreiben. Es gibt unterschiedliche Arten: Traditionsgemeinschaften, Korpsgesellschaften, Komiteegesellschaften, Veedelsvereine. Im Festkomitee sind 56 ordentliche Mitgliedergesellschaften, sechs hospitierende und 39 fördernde Gesellschaften. Die Gesellschaften veranstalten regelmäßig Sitzungen, die Mitglieder tragen je nach Anlass Uniform (bei Korpsgesellschaften), Litewka und/ oder Mütze. Die Gesellschaften sind auch außerhalb des Karnevals aktiv, organisieren das ganze Jahr über Veranstaltungen, Ausflüge etc. für Mitgliederfamilien. Alle arbeiten ehrenamtlich. Großer Rat Das gleiche, wie der Senat, nur mit anderem Namen. Die Mitglieder heißen Ratsherren. |
| H |
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| Helau So rufen die Narren in Düsseldorf und Mainz. In Köln erntet man dafür böse Blicke - dort heißt es Alaaf ! Herrensitzung Die Urform der Sitzungen. Hier sind nur Herren zugelassen - und es gibt im Saal meist Bier. Die Herren tragen Anzug oder Litewka und Mütze. Gegenstück ist die Mädchensitzung. Hofburg Meist Anfang Januar zieht das Dreigestirn in die Hofburg ein. Seit 1971 ist das das heutige Dorint Kongress Hotel. Kostenlos werden den Narrenfürsten mehrere Zimmer zur Verfügung gestellt, in der das Dreigestirn, der Prinzenführer, die Adjutanten und der Equipeführer wohnen. Zutritt haben nur die Bewohner und die Frauen des Dreigestirns. Hustensaft Beliebtes Getränk im Karneval: Asbach-Cola. |
| I |
| Insignien Die Zeichen der Macht der Narrenherrscher. Bei der Prinzenproklamation werden sie dem Dreigestirn übergeben, müssen nach der Session wieder abgegeben werden. |
| J |
| Jungfrau Symbolisiert die freie, unabhängige, keiner fremden Macht unterworfene Stadt Köln. Die Mauerkrone auf ihrem Kopf steht für die Unbesiegbarkeit der Stadt. Mit zwei Ausnahmen unter den Nazis wird die Jungfrau von Männern dargestellt (1938 Paula Zapf und 1939 Else Horion). Ihr Insignum ist der Spiegel. Jeisterzoch Kölsch für Geisterzug. |
| K |
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| Kamelle Süßigkeiten, die im Zug geworfen werden. Früher wars das klassische Karamellbonbon. Inzwischen fliegt alles - vom Kaubonbon bis zur Pralinenschachtel. Karnevalist Der auftretende Künstler, nicht der feiernde Jeck. Früher kamen sie aus den eigenen Reihen der Gesellschaften und bekamen für ihren Auftritt nur einen Orden. Im Laufe der Zeit veranstalteten immer mehr Vereine und Gesellschaften aus Kirche oder Sport Sitzungen, dass immer mehr bezahlte Redner in den Vordergrund traten. Klüngel Der kölsche Klüngel ist berühmt berüchtigt. Das Wort kommt ursprünglich von Knäuel. Konrad Adenauer erklärte den Klüngel so: "Man kennt sich und man hilft sich." Kartenbus Umgebauter Bus, der in der Session auf dem Neumarkt steht. Hier verkauft das Festkomitee Karten für alle Veranstaltungen, der dem Festkomitee angeschlossenen Gesellschaften und für die Tribünen für Rosenmontags - und Schull- und Veedelszöch. Karten gibts außerdem an Theaterkassen oder in der Geschäftstelle der jeweiligen Gesellschaft. Komiteegesellschaft Mitglieder dieser Gesellschaften tragen keine Uniform, sondern nur Litewka. Korpsgesellschaften Mitglieder dieser Gesellschaften treten in Uniformen auf. Sie gehen oft auf historische Uniformen zurück. Meist sind Tanzkorps, Reiterkorps und ein Musikzug angeschlossen. Korpsappell Halten alle Korpsgesellschaften Anfang Januar ab: Ein deftiges Essen, bei dem man sich zum ersten Mal in voller Montur vorstellt. Hier wird befördert, neue Mitglieder werden vereidigt. Ehrengäste dürfen eingeladen werden, Fremde haben keinen Zutritt. Kostümball/ Maskenball Hier ist ein Kostüm Pflicht, mindesten Hütchen oder Pappnase. Anrecht auf einen Sitzplatz hat keiner, Programm gibts auch keines oder nur wenig. Dafür spielen auf Bällen meist in mehreren Räumen Bands. Die Stimmung ist locker. |
| L |
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| Literat Ein anstrengender Job: Er ist für die Zusammenstellung und den reibungslosen Ablauf des Sitzungsprogramms verantwortlich. Litewka Jackett oder Smokingjacke in den Farben der Gesellschaft, eine Alternative zu normaler Straßenkleidung oder der Uniform bei Korpsgesellschaften. Wie bei den Mützen kann man hieran den Träger anhand der Farbkombination seiner Gesellschaft zuordnen. Lappenclown Das häufigste Clownskostüm in Köln. Hunderte von bunten Stofffetzchen werden an Jacke und Hose genäht. Macht nicht wirklich schlank, hält aber beim Straßenkarneval schön warm! |
| M |
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| Mariechen Begriff für die weiblichen Mitglieder einer Tanzgruppe. Richtige Mariechen sind aber nur die Tänzerinnen der Funken. Die Garden haben eine Regimentstochter, das Reiterkorps Jan von Werth eine Marketenderin, bei nicht uniformierten Tanzgruppen haben die Tänzerinnen meist Namen, die sich dem Thema der Gruppe anpassen. Mädchen- oder Damensitzung Die sind berüchtigt. Nur Frauen sind bei diesen Sitzungen anwesend, oft in Gruppen und alle kostümiert. In größeren Sälen besteht meist Weinzwang. Die Mädchensitzungen sind erst nach dem Krieg populär geworden. Mütze Auch in den anderen Karnevalshochburgen Deutschlands trägt man Karnevalsmützen. Die Urform aber - wen wundert es - kommt aus Köln. Vorgeschlagen 1827 von einem preußischen Generalmajor aus Gründen der Einigkeit: "Gleiche Narren, gleiche Kappen". Sie sind aber das Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Gesellschaften. Durch Farben, Embleme und Initialen können Insider jeden Jecken anhand der Mütze seiner Gesellschaft zuordnen. Im Elferrat wird meist die "große Mütze" mit Feder getragen. |
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| Nachsitzung Sitzungen enden nicht mit dem Programm. Danach gibts meist noch ein oder mehrere Kölsch an der Theke im Foyer, eine Band spielt zum Tanz. Nubbelverbrennung Der Nubbel symbolisiert den Karneval, oder sogar die Sünden des Karnevals. Er hängt in Gestalt einer Strohpuppe über Kneipentüren und an Hausgiebeln. Karnevalsdienstag um 24 Uhr wird er abgenommen und unter großem Wehklagen von den Kneipengästen zu Grabe getragen. Oft mit einem Trauerzug, ein "Pfarrer" hält eine Rede, gibt seiner Gemeinde den Segen mit einer Klobürste, mit Kerzen wird der Nubbel in Brand gesteckt. Angeblich sind mit dem verbrannten Nubbel die Sünden der Karnevalszeit vergeben. |
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| Orden Sie werden als Anerkennung für besondere Dienste verliehen. Gesellschaftsmitgliedern beispielsweise für die ehrenamtliche Unterstützung während des Jahres. Auftretenden Künstlern oder hochgestellten Persönlichkeiten für ihr Erscheinen. Das Tragen des Ordens ist nicht an eine Gesellschaft gebunden, man kann ihn die ganze Session hindurch tragen. Am Eingang zu Sitzungen gibt es inzwischen oft Orden zu kaufen. Viele Gesellschaften haben auch Damenorden, die kleiner, mit Strass geschmückt an einer Kette statt an einem Band hängen. Ursprünglich waren die Orden eine Persiflage auf die staatlichen und militärischen Orden. Heute sind sie begehrte Sammelobjekte. Ornat Das "Kostüm" von Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind dem Gewand des Kaisers in der burgundischen Mode aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachempfunden. |
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| Prinz Der Narrenherrscher während der Session. Seine Begleiter sind Bauer und Jungfrau. Nach dem Krieg 1870/71 wurde aus dem bisherigen Helden Carneval der Prinz Karneval. Die Pfauenfeder auf dem Hut des Narrenfürsten ist Zeichen der Unsterblichkeit. Sein Insignum ist die Pritsche, außerdem bekommt er die Bälle, silberne Kugeln, die er nach der Session behalten darf. Prinzenspange Kleiner Orden zum Anstecken und etwas ganz Besonderes: Die Prinzenspange wird nicht nur vom Dreigestirn kreiert und bezahlt, die Tollitäten vergeben sie persönlich an ausgewählte Personen. Entsprechend begehrt ist sie: schlimme Finger reißen sie den ehrwürdigen Trägern im Gewühl sogar von den Klamotten. Pfui! Prunksitzung Findet in einem prunkvollen Rahmen statt. Die Gäste zu diesen Sitzungen kommen in Abendgarderobe. Präsident Das ist der Vorsitzende der Gesellschaft und derjenige, der eine Sitzung leitet. Man erkennt ihn an den drei Federn an der Mütze, die mit den meisten "Brillianten" verziert ist und zusätzlich ein "C" aufweist, das einen Halbmond darstellt. Dazu trägt er die Präsidentenkette. Prinzenführer Er kümmert sich um den Terminplan des Prinzen und ist in seinem Gefolge der erste Mann. Er ist Mitglied in der Prinzengarde. Prinzenproklamation Anfang Januar traditionell im Gürzenich. Dann hält der Prinz die erste große Ansprache an "sein" Narrenvolk. Das Dreigestirn - erstmals im Ornat - wird vom Oberbürgermeister inthronisiert und erhalten die Insignien. Zunächst jedoch zieht noch einmal das alte Dreigestirn der vergangenen Session unter großem Jubel in den Saal und auf die Bühne ein - in Frack und (früher) blauem Zylinder. |
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| Quetsch Das Schifferklavier auf Kölsch, gern benutztes Instrument fürs kölsche Liedgut. |
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| Rosenmontag Im Jahr 1823 wählte das Festkomitee den Fastnachtsmontag als den Tag für den Zug. Bis dahin war der Montag der ruhigste aller Karnevalstage. Inzwischen herrscht am Rosenmontag im ganzen Rheinland Ausnahmezustand - die Kneipen sind überfüllt, ausländische Besucher stehen verblüfft vor geschlossenen Museen, Büros und Geschäften. Durch die Innenstadt geht der Rosenmontagszug, Fortbewegung ist nur noch zu Fuß oder auf Karnevalswagen möglich. Rosenmontagszug Größter Zug und der Höhepunkt des kölschen Karnevals. Punkt 11.11 Uhr startet er. Knapp 100 Gruppen und Vereine, über 10.000 Jecke ziehen durch die Innenstadt. Dazu kommen knapp 600 Pferde, über 100 Musikkapellen, über 100 Bagagewagen und Traktoren, fast hundert Festwagen und Kutschen. Zuglänge: 6,5 Kilometer. Der Zoch endet gegen 18 Uhr. Im Gepäck haben die Narren 140 Tonnen Kamelle, darunter über 700.000 Tafeln Schokolade, über 220.000 Schachteln Pralinen, über 300.000 Strüßjer. Rosa Sitzung Schwul-lesbische Karnevalssitzung angeführt von Marion Radtke und Wanda Rumor als Präsidentinnen. Ein rosaroter Cocktail aus Gags, schrillstem Karneval und der legendären Rosa-After-Show-Party. In der Session 2001/02 erstmalig im Lime Light, vorher traditionell im Gloria. Statt "Kölle Alaaf" heißt es im rosa Karneval "Kölle Aloha" - begleitet vom Knickhändchen. Auch der Elferrat wurde ersetzt: Der rosa Karneval hat ein Sixpäck. Rakete Ausdruck höchster Begeisterung auf einer Sitzung: Der Präsident gibt das Kommando - die Narrenschar legt los: Klatschen oder Trommeln mit den Händen auf den Tisch. Dann Trampeln dazu die Füße auf den Boden, dann pfeift jeder so laut und lange er kann. Das wird dreimal wiederholt und endet mit einem dreifachen "Kölle Alaaf". |
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| Stunksitzung Alternative Karnevalssitzung im E-Werk. Das Programm ist bissige Satire, oft mit kleinen Seitenhieben auf den traditionellen Karneval. Der Elferrat besteht aus Präsident in Biggi Wanninger und täglich wechselnder Jeckentruppe. Musikalisch begleitet von Kultband "Köbes Underground". Strüßjer Kleine Blumensträuße, die neben den Kamelle von den Wagen im Zoch fliegen. Session Nicht zu verwechseln mit Saison - beginnt am 11.11. und endet immer 40 Tage vor Ostern am Aschermittwoch. Auch die fünfte Jahreszeit oder Karnevalszeit genannt. Senat Gemeinschaft der Mitglieder, die die Gesellschaft finanziell unterstützen. Sie heißen Senatoren und haben besondere Privilegien, beispielsweise Anrecht auf gute Plätze bei den Sitzungen. Stippeföttche Wenn Rote Funken sich Rücken an Rücken aufbauen und dat Föttche - den Po - aneinanderstippen. So machten sich die Funken seit langem über das Präsentieren der Waffen bei den Preußen lustig. Schunkeln Man hakt sich beim Nachbarn ein - egal, ob bekannt oder nicht - wiegt sich zum Rhythmus der Musik und singt möglichst laut mit. Sitzungen Sie bieten Programm mit Büttenrednern, Musikgruppen, Tanzgruppen und Traditionskorps. Höhepunkt jeder Sitzung: der Besuch des Dreigestirns. Unterschieden wird zwischen Prunk- und Kostümsitzung. Meist wird im Saal nur Wein und Wasser serviert - im Foyer auch Kölsch. Karten sollte man früh besorgen - fast alle Sitzungen sind fix ausverkauft. Der Karte kann man entnehmen, ob Abendgarderobe, Straßenanzug oder Kostüm erwünscht sind. Schull- und Veedelszöch Das ist der ursprüngliche Straßenkarneval. Schulgruppen und Veedelsvereine ziehen in jedem Jahr am Sonntag durch die Innenstadt, und oft ein zweites Mal am Dienstagszug. Im Schullzoch steht der Preisträger vorab fest. Besonderes Engagement wird mit dem "Kamellebüggel" ausgezeichnet |
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| Tollitäten Bezeichnung für das Dreigestirn. Tradition Spielt in Köln und vor allem im Karneval eine große Rolle. Wichtig: Was in Köln mehr als zwei Mal stattgefunden hat, wird zur Tradition. Traditionsgemeinschaften Neun der Kölner Korpsgesellschaften sind vom Festkomitee zu Traditionsgemeinschaften ernannt worden - und somit die Topvereine unter den Uniformträgern. |
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| Veedelsvereine Kleine Vereine, die normaler Weise nicht im Festkomitee Mitglied sind. Es gibt allerdings Ausnahmen wie den Stadtteilverein "Löstige Innenstädter". |
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| Wieverfastelovend So heißt die Weiberfastnacht auf Kölsch. Der erste der sechs tollen Tage. An diesem Tag dürfen die Wiever, die Frauen, feiern - natürlich mit den Männern. Auf dem Alter Markt und den Hauptplätzen der Veedel wird der Tag morgens vom Dreigestirn eröffnet. Dann feiern die kostümierten Wiever sich und den Karneval - meist mit reichlich Kölsch und Schnaps. |
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| Zoch/Zug Allein in Köln gibts an die 100 Züge. Am größten und bekanntesten ist der Rosenmontagszug, daneben gibts noch Schull- und Veedelszöch und den Jeisterzoch. Zuggroschen Auf jede Sitzungseintrittskarte wird ein Zuschlag von einer Mark (früher war es ein Groschen) erhoben, der dem Rosenmontagszug zugute kommt. |